Kaffeegeschichte

ZWISCHEN MYTHOS & LEGENDE

Um Kaffee ranken sich seit Jahrhunderten viele Mythen sowie unterschiedliche Legenden und spannende Geschichten. Kommen Sie mit auf eine kleine Zeitreise in die Ursprünge dieses beliebten Genussmittels.

Bereits im 14. Jahrhundert wurden die ersten Kaffeebohnen entdeckt. Mönche des Klosters Chehodet in Jemen sollen die Samen von roten Beeren eines geheimnisvollen Strauches zu sich genommen haben, um nachts zum Beten wach zu bleiben. Die Mönche waren angeblich auch die ersten, die Kaffee rösteten.

Abseits aller Legenden gilt die Region Kaffa in Äthiopien als Ursprung des Kaffees. Daher soll auch der Name Kaffee stammen. Die Bezeichnung Kaffee könnte sich zudem vom türkischen Wort ”kahvè” ableiten, dass wiederum vom arabischen ”qahwa” stammt und übersetzt ”anregend, kräftig” bedeutet.

Das erste Kaffeehaus Europas

1554 entstand das erste Kaffeehaus am europäischen Kontinent – in Konstantinopel, dem heutigen Instanbul. Im 16. Jahrhundert lernten europäische Reisende den Kaffee in der Türkei kennen. Ein Kaffeehaus nannte man damals ”Schule der gebildeten Menschen” oder ”Akademien des Wissens”, weil dort intellektuelle Begegnungen stattfanden. Arabische Händler begannen damals bereits, Rohkaffeebohnen in den Westen zu verkaufen, aber erst ab dem 17. Jahrhundert kam es europaweit zu einer schnelleren Verbreitung des Kaffees.

1645 eröffnete das allererste Kaffeegeschäft (”bottega del caffè”) des westlichen Europas in Venedig, am Markusplatz unter den Arkaden “Arcate delle Procuratie”. Zuvor galt das Getränk den Venezianern nur als Medizin, ehe Caffè ein Genussmittel wurde. 1647 öffnete dann das bis heute berühmte “Café Florian” – ebenfalls auf der Piazza San Marco.

Das älteste durchgehend geöffnete Kaffeehaus Deutschlands befindet sich in Leipzig. Adam Heinrich Schütze eröffnete 1694 den barocken ”Coffe Baum” und schenkte erstmals Kaffee aus. Im Verlauf der folgenden drei Jahrhunderte trafen sich in diesem Kaffeehaus viele Geistesgrößen, um das populäre Getränk zu genießen.

Wegen der wachsenden Nachfrage sowie der hohen Steuern und Transportkosten begannen die Kolonialmächte, die Kaffeepflanze auch in anderen Teilen der Erde anzubauen. Die Holländer pflanzten Kaffee auf Java und die Franzosen auf Martinique sowie den Antillen. Die Spanier, Portugiesen und Engländer hingegen in Afrika, Asien und Zentralamerika.

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